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Grußwort

Liebe Kolleg*innen, liebe Pflegefachkräfte, liebe Interessierte,

die Pandemie hat uns in den letzten Jahren deutlich vor Augen geführt, wie wenig selbstverständ-lich die Möglichkeit eines Zusammenkommens ist. Wenn auch eine wissenschaftliche Kommuni-kation – zumindest in einigen Aspekten – schriftlich oder digital möglich sein mag, so ist der direkte Austausch mit dem Knüpfen und Pflegen von kollegialen Kontakten ein wesentlicher Motor für die Weiterentwicklung der Neurointensivmedizin. Deshalb freue ich mich besonders (und hoffe sehr), Sie nach zwei digitalen Kongressen zur 40. Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin 2023 in Berlin endlich wieder zu einer Präsenzveranstaltung begrüßen zu dürfen.

Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine werden neben den katastrophalen menschlichen Folgen auch gravierende wirtschaftliche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Die Not-wendigkeit und Bezahlbarkeit von medizinischen Errungenschaften wird daher mit Sicherheit weit mehr als bisher auf den Prüfstand gestellt werden. Unsere Hauptthemen „Folgen von demogra-phischen- und Umweltfaktoren“ sowie „Spezifität“ der Neurointensivmedizin, erlangen dadurch eine tagespolitische Bedeutung, die weit über die bisherige Wahrnehmung unserer Fachgesell-schaften hinausgehen wird.

Wieviel Neurointensivmedizin sich unsere Gesellschaft leisten will und kann, wird ganz zentral von unseren Antworten darauf abhängen, welche, wie viele und wie spezifische Ressourcen für die Neurointensivmedizin benötigt werden und was wir damit für die Patienten erreichen. Daher werden wir evidenzbasierte Grundlagen liefern müssen, die die Notwendigkeit und die Wertigkeit der Neurointensivmedizin unter Beweis stellen. Das gilt besonders auch für die „Immunologie“, die mit Sicherheit einen der innovativsten Bereiche in der Neurointensivmedizin darstellt.   

Die Notwendigkeit von fachlichem Austausch, der Darstellung von Daten und der Diskussion von Erfahrungen und Vorgehensweisen besteht aktuell daher mehr denn je. Genauso ist es mit dem Bedarf der sozialen Interaktionen zwischen Neurintensivmediziner*innen aller Fachbereiche.

Das Team der diesjährigen ANIM wird daher alles tun, um für die endlich wieder möglich gewor-dene persönliche Kommunikation den optimalen Rahmen zu bieten und begrüßt Sie dazu herzlich in Berlin.

Ihr

Prof. Dr. med. Hartmut Vatter